Saab rüstet STRIDVAGN 122 um

Der Stridvagn 122 basiert auf dem Leopard 2 A5 und ist der Standartpanzer des schwedischen Heeres. (Quelle: Anders Lageras)

Der Technologiekonzern Saab hat als Subunternehmer den Auftrag zur technischen Überarbeitung des STRIDVAGN 122 durch Krauss-Maffei Wegmann erhalten. Das auf der Basis des LEOPARD 2 designte Standartgefechtsfahrzeug des schwedischen Heeres soll durch eine Investition von 13,7 Mio Euro (130 SEK) umgerüstet werden. Bis 2022 soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Darin enthalten sind vor allem ein Update der Fahrzeugelektronik, des Übungsmanagementsystems und der technischen Dokumentation. Die Integration des Panzers in das schwedische Bataillon-Gefechts-Management-System (9Land BMS) ist ebenfalls in der Kampfwertsteigerung enthalten. Jonas Hjelm, Head of Saab Business Area Support and Service, betonte, dass dieser Auftrag ein Zeichen der Nachhaltigkeit von Saab in der Rolle als  Experte und Zulieferer für elektronische Ausstattung von komplexen Waffensystemen sei. Dabei stellte Hjelm heraus, dass Saab's Engagement als Entwickler des Schwedischen Gefechtsmanagementsystems auf Bataillonsebene und die strategische Partnerschaft mit den schwedischen Streitkräften als heimischer Ausrüster besondere Bedeutung habe. Als international aufgestellter Rüstungshersteller bietet Saab rudimentäre Systemlösungen an. Dabei können sowohl eigene Systeme also auch Lösungen innerhalb von Partnerschaften mit anderen Unternehmen angeboten werden.

Hintergrund:

Das von Saab entwickelte 9Land BMS (Battle Management System) führt Sensorik, Optronik, Feuer und Führung in Gänze zusammen. Die Hauptkomponenten der Hardware sind Tracker und Integrator. Der Tracker ist für den abgesetzten Schützen der Link für das BMS. Hiermit kann der Soldat die eigene Position und Informationen über das Gefechtsfeld- und -geschehen weitergeben und vom Gefechtsstand der Taskgroup empfangen. Der Integrator mit samt seinen unterschiedlichen und fahrzeugspezifischen Bedieneroberflächen macht das Gefechtsfahrzeug zum interaktiven Sensor auf dem Gefechtsfeld. Durch die Zusammenfassung aller verfügbaren Parameter kann dann der Netcommander zusammen mit anderen Entscheidern seine eigene Absicht des Handelns entwickeln.

 

 

Weitere News