MARDER 1A3 auf dem Weg nach Litauen

Der MARDER ist zwar bereits in die Jahre gekommen, hat sich jedoch in Afghanistan im Kampf bewährt. Das dieses Fahrzeug ausgerechnet im Baltikum das NATO-Bündnis verteidigt, hätte wohl während der Konstruktionszeit der 60er und 70er Jahre und danach niemand für möglich gehalten. (Quelle: Bw/Maximilian Schulz)

 

Am 21. Februar 2017 wurden in Grafenwöhr Kettenfahrzeuge auf die Eisenbahn für die Fahrt nach Litauen verladen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um den Schützenpanzer MARDER in der Version A3, das Hauptwaffensystem des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach.

Auf dem Gipfeltreffen in Warschau im Juli 2016 hatte die NATO beschlossen, im Rahmen des Programms der verstärkten Vornepräsenz, „Enhanced Forward Presence, EFP“, ab 2017 in den drei baltischen Staaten und Polen jeweils ein multinationales Bataillon, sogenannte Battle Groups, in einer Stärke von jeweils bis zu 1.000 Soldaten einzusetzen. Deutschland hat sich bereit erklärt, die Führung der Battle Group in Litauen zu übernehmen.

Mit ihrem Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber verlegten Ende Januar die ersten von insgesamt etwa 450 Soldatinnen und Soldaten. Sie gehören zu einer Panzergrenadierkompanie mit Schützenpanzern MARDER, die durch Kampfpanzer LEOPARD 2A6 ergänzt werden, sowie einer Versorgungskompanie und dem Stab des Bataillons.

Insgesamt wurden seit Mitte Januar rund 120 Container und 200 Fahrzeuge verladen. Nun wurden die letzten Fahrzeuge, 20 MARDER und sechs Kampfpanzer LEOPARD sowie drei Bergepanzer, zum Transport vorbereitet. Das gesamte Material und die Fahrzeuge der EFP Battle Group wurden mit insgesamt neun Eisenbahnzügen nach Litauen verbracht.

 

 

 

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