Vertrag über LEOPARD 2 Kampfpanzer unterschrieben

Ein LEOPARD 2 A6 Kampfpanzer bei der Mission Enhanced Forward Presence in Litauen (Quelle: Bundeswehr/Thiel)

Zwischen dem Koblenzer Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und der Firma Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG (KMW) als Generalunternehmerin wurde am 5. Mai ein Vertrag zur Lieferung von 104 Kampfpanzern und 32 gebrauchten Panzer-Fahrgestellen geschlossen.

„Die sicherheitspolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben uns die Bedeutung der Panzertechnologie für unsere Verteidigungsfähigkeit eindrücklich vor Augen geführt. Mit dem heutigen Vertragsschluss legen wir das wehrtechnische Fundament für die notwendige Stärkung der Panzertruppe“, sagte Armin Schmidt-Franke, Vizepräsident des BAAINBw, der gemeinsam mit Frank Haun, Vorsitzender der KMW-Geschäftsführung und Ralf Ketzel, Bereichsleiter Kampfsysteme bei KMW, den Vertrag in Koblenz unterzeichnete.

Mit den zusätzlichen Kampfpanzern des Typs LEOPARD 2 A7V soll die durch die Ministerin festgelegte Stückzahl von 328 Fahrzeugen erreicht werden. Damit folgt das BAAINBw der Trendwende Material hin zur aufgabenorientierten Ausstattung. Die 32 zusätzlichen LEOPARD 2 A4-Fahrgestelle werden zunächst eingelagert, um künftig als Basis für weitere Fahrzeuge der LEOPARD 2-Familie, wie etwa den neuen Brückenlegepanzer, zu dienen.

Bei den aufwendigen Maßnahmen, um aus einem LEOPARD 2 A4 einen LEOPARD 2 A7V zu machen, müssen unter anderem der Turm und die Waffenanlage modifiziert sowie ein neues Informationssystem eingerüstet werden.

Gegenüber dem LEOPARD 2 A7 zeichnet sich der LEOPARD 2 A7V beispielsweise durch eine deutlich verbesserte Nachtkampffähigkeit, zusätzliche Schutzmaßnahmen und eine verbesserte Klimatisierung des Innenraums für heiße Einsatzgebiete aus.

Die ersten Fahrzeuge sollen im Jahr 2019, die letzten in 2023 ausgeliefert werden. Die Übergabe an das Deutsche Heer erfolgt nach Auslieferung und nach Abschluss der notwendigen Überprüfungen durch das BAAINBw. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa 760 Millionen Euro. Für die Erstellung des Vertragswerks wurde erneut das neue Vertragsmanagementhandbuch des BAAINBw angewandt.

 

 

 

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