Unterstellungswechsel von Dienststellen der SKB zum Cyber- und Informationsraum

Unterstellungswechsel vom Kommando SKB zum OrgBereich Cyber- und Informationsraum (Foto: cpm)

Nach dem Unterstellungswechsel: Generalmajor Steiner, Generalleutnant Schelleis, Generalleutnant Leinhos, Generalmajor Binder, Oberst Bader (v.l.n.r.) (Foto: cpm)

Zum 1. Juli 2017 bekamen etwa 13.500 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen neuen Chef: In einem großen Appell auf der Bonner Hardthöhe übergab Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, das derzeitige Führungsunterstützungskommando und zukünftig neu benannte Kommando Informationstechnik der Bundeswehr (IT-Kommando), das Kommando Strategische Aufklärung (KSA) und das Zentrum für Operative Kommunikation der Bundeswehr an Generalleutnant Ludwig Leinhos, Inspekteur Cyber- und Informationsraum (KdoCIR). Im „Gegenzug“ wurden das Kommando Feldjäger der Bundeswehr und ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr direkt dem Kommando Streitkräftebasis unterstellt und stehen somit auf „Augenhöhe“ mit dem Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, dem diese vorher unterstellt waren.
Generalleutnant Schelleis bedankte sich ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit, im Grundbetrieb sowie im Einsatz. „Bei meinen persönlichen Besuchen habe ich immer motiviertes Personal angetroffen. Ein Führungs- und Haltungsproblem habe ich dabei nicht festgestellt.“, so Generalleutnant Schelleis in seiner Ansprache. „Es sind nicht die Kommandos, Zentren oder Bataillone, die den Auftrag erfüllen. Es sind Menschen, Soldaten und zivile Mitarbeiter, die dies tun.“, so Schelleis weiter.
Nach Übernahme der drei aus der Streitkräftebasis ausgegliederten Kommandos strukturierte Generalleutnant Leinhos seinen Organisationsbereich neu: Das zuvor dem KSA unterstellte Zentrum Geoinformationswesen der Bundeswehr wurde dem KdoCIR direkt unterstellt, das zuvor eigenständige Zentrum Operative Kommunikation unterstellte er dem KSA. Zukünftig werden im OrgBereich weitere Zentren, wie z.B. bereits in 2018 das Zentrum Cyberoperationen, aufgestellt werden.
Mit diesem Unterstellungswechsel sind etwa 90% des geplanten Personalumfangs des KdoCIR erreicht, bis zum Jahr 2021 sollen es 15.000 sein.
„Unser Organisationsbereich CIR vereint nun alle relevanten Elemente, um im Cyber- und Informationsraum die eigenen Systeme zu betreiben und zu schützen sowie in fremden Systemen aufzuklären und wirken zu können.“, so Leinhos in seiner kurzen Rede. Er freue sich auf die einzigartige Aufgabe, gemeinsam den neuen Organisationsbereich zu gestalten.
Die bisherigen Standorte der Kommandos bleiben bestehen.

 

 

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