Bundeswehr erhält weitere FENNEK für die Joint Fire Support Teams

Ein Panzerspähwagen FENNEK in der Konfiguration für das Joint Fire Support Team (Foto: KMW)

Mit der Vertragsunterzeichnung in der vergangenen Woche in Den Haag wurde im bilateralen Projekt Panzerspähwagen FENNEK ein weiterer Meilenstein erreicht. Die Firma Krauss-Maffei Wegmann KMW wird in den kommenden Jahren für die Bundeswehr weitere 30 Fahrzeuge des Typs FENNEK zum sog. FENNEK Joint Fire Support Team (JFST) umrüsten. Der Vertrag hat ein Auftragsvolumen von über 88 Millionen Euro.

„Der FENNEK hat sich im Einsatz bewährt und wir freuen uns, durch die beauftragte Ergänzungsbeschaffung die Fähigkeiten der Truppe zur Vernetzten Operationsführung weiter auszubauen. Gerade bei der Variante Joint Fire Support zeigt sich aber auch wieder, dass es sich bei Rüstungstechnologie um eine Hochtechnologie handelt“, erklärt der zuständige Referatsleiter im BAAINBw, Achim Loch, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Den Haag. Der Vertrag deckt den deutschen Bedarf der Joint Fire Support Team (JFST) für durchhaltefähige Einsätze und die Ausbildung. Die JFST sind damit ein wesentliches Element der Vernetzten Operationsführung der Streitkräfte. Dabei verfolgt das Projekt JFST das Ziel, indirektes Feuer, die Kampfhubschrauber des Heeres sowie die Wirkmittel der Luftwaffe und der Deutschen Marine gemeinsam zu koordinieren.

Geschlossen wurde der Umrüstungsvertrag zwischen KMW und der niederländischen Beschaffungsorganisation, die in dem bilateralen Projekt im Namen des BAAINBw handelt. Der Umrüstungsvertrag hat ein Volumen von rund 88 Millionen Euro. Er hat eine Laufzeit bis 2022. Die ersten umgerüsteten Fahrzeuge sollen der Bundeswehr im kommenden Jahr zur Verfügung stehen.

Die Entwicklung und Beschaffung des Spähwagens FENNEK begann bereits in den 1990ern als bilaterales Vorhaben zwischen dem Königreich der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland, in dessen Rahmen die Niederlande die Federführung übernahm.

Infolge der erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Nationen kam es seit Unterzeichnung des ersten Vertrages zur Auslieferung von insgesamt über 400 Fahrzeugen an die Streitkräfte der Niederlande und rund 200 Fahrzeugen an die Bundeswehr durch die Firma KMW. Der FENNEK hat sich seither als äußerst zuverlässiges und mobiles, von den Truppen beider Länder sehr geschätztes Fahrzeug erwiesen. Seit dem Jahr 2007 rüstet die Firma KMW nun Fahrzeuge des Systems FENNEK aus dem Bestand der Bundeswehr zu sog. FENNEK JFST um.

 

 

Weitere News