Brugg Cables ist für Signal- und Energiekabel weltweit bekannt

Mittels Hybridkonnectoren können Daten- und Stromversorgungsleitungen über einen Stecker angeschlossen werden. (Foto: Brugg Cables)

Mobile taktische Einsätze – schnell verlegbare Systeme

Die Brugg Cables ist für Signal- und Energiekabel weltweit bekannt. In der Wehrtechnik besticht Brugg durch besonders robuste taktische fiberoptische Feldkabel, konfektioniert mit verschiedensten Militärsteckertypen, umfassendes Zubehör und Dienstleistungen wie Training und Engineering. Martin Rutschi ist Productmanager Defence & Security bei Brugg Cables.

An der AFCEA Fachausstellung 2016 in Bonn und auch an der Eurosatory 2016 in Paris stellt Brugg Cables die neuartige hybride Verkabelungslösung vor.

Diese erlaubt mit nur einem Kabel gleichzeitig das Stromnetz und das Datennetz aufzubauen. Neben dem Vorteil der schnellen Installation und Inbetriebnahme sind durch die Kombination von Daten und Strom auch die Stromerzeuger, die Stromspeicher und die Stromverbraucher mit dem Datennetz verbunden. So können sie einfach mit einem Daten-Strom- Managementsystem optimal überwacht und gesteuert werden. Darüber hinaus unterstützt die Managementsoftware und auch die Hybridkabellösung eine einfache und flexible Planung, Installation und Erweiterung mit Anwendung von lokalen Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasserkraft. Der integrierte Einsatz von Lichtwellenleitern und Kupferleitungen bis 1500VDC/16A ermöglicht schier unbegrenzte Datenbandbreiten und viele Kilowatt an Übertragungsleistung. Die ringförmige oder vermaschte Netztopologie beinhaltet eine hohe Verfügbarkeit durch eine ausgeprägte Redundanz. Diese wird zusätzlich verstärkt dank verteilten und vernetzten Stromquellen und Energiespeichern. Die Hybridkabellösung ermöglicht auch die Anbindung von abgesetzten Stationen, wo in sicherer Entfernung von 500-5000m Radiostationen, Sensoren und Aktoren vernetzt und mit mehreren Kilowatt Energie versorgt werden können.

Zusammengefasst gilt: Hybridkabel-Lösungen sind ideal für verlegbare Feldlager:

·    Hybridkabel sind schlank und leicht aber sehr leistungsfähig (kW und Gb/s),
·    mit einem Kabel wird ein integriertes Daten- und Stromnetz erstellt,
·    bereit für dezentrale Energiequellen wie Diesel, Wasserkraft, Wind und Sonne,
·    ist Voraussetzung für effizientes Daten- und Energiemanagement (SNMP) und
·    Quellen für Signaturen wie Radiowellen, Wärme oder Lärm bleiben auf Distanz zum Feldlager.

Die Hybridkabellösung ist in dem Sinne nicht neu, sondern bereits erprobt in verschiedenen Streitkräften, wo bereits gegen 1.000 km Kabel und über 3.000 Hybridstecker täglich im harten Feldeinsatz sind. Erfahrungen im Echteinsatz zeigen, dass bei den Feldlagerinfrastrukturen betreffend Ressourcenoptimierung und Vereinfachung, Leistungssteigerung und Energieeffizienz, Verfügbarkeit und Sicherheit, Transport und Logistik viel Optimierungspotential besteht. Die angesagte Hybridkabellösung von Brugg kann hier entscheidend dazu beitragen, dass die angestrebten Ziele im Zusammenwirken von vorhandener und neuartiger Technologie  auch wirklich umsetzbar und erreichbar werden und die Mittel auch für künftige Technologien noch tauglich sind. Das Ziel, den Einsatz von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, hat nicht nur einen ökologischen Hintergrund, sondern der risikoreiche Brennstofftransport und –lagerung in Krisengebieten treibt die Energiekosten gewaltig nach oben. Eine Netztopologie, die lokal vorhandene Energiequellen zur Nutzung einfach und effizient erschliesst, ist dabei unerlässlich.

 

 

Weitere News