Bundeswehr führt SATCOMBw Stufe 2-Vertrag mit Airbus Defence and Space fort

Die Satelliten des SATCOMBw-Programms sind für eine Betriebszeit von 15 Jahren ausgelegt. (Quelle: Airbus Defence and Space)

Der Aufbau der SATCOM-Anlage in Ämari während des Air Policing-Einsatzes. (Foto: Luftwaffe)

 

Die Bundeswehr hat Airbus Defence and Space erneut mit Bereitstellung und Betrieb kommerzieller Satellitenkommunikation für die Fähigkeit Satellitenkommunikation der Bundeswehr (SATCOMBw) Stufe 2 beauftragt. Der Anschlussvertrag läuft bis 2023 und hat ein Volumen von rund 114 Millionen EUR. Die kombinierte Nutzung von militärischen und zivilen Satelliten durch die Bundeswehr wird damit unterbrechungsfrei fortgeführt.

Rückblick:

Im Rahmen des militärischen Satellitenkommunikationsprogramms SATCOMBw Stufe 2 erwarb die Bundeswehr im September 2009 mit dem Lift der Satelliten erstmals eigene militärische Kommunikationssatelliten und schaffte damit Voraussetzungen für eine sichere Vernetzung für Kräftekontingente in Einsätzen außerhalb Deutschlands. Dies umfasst die autarke und globale Übertragung von Sprache und Daten sowie Video- und Multimedia-Anwendungen. Das System hat Ende 2011 den Regelbetrieb aufgenommen und bildete somit einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des Bundeswehrkonzepts Vernetzte Operationsführung. Eine flexible und von der Infrastruktur im Einsatzgebiet unabhängige Informationsübertragung ist nur mittels Satellitenkommunikation möglich.

Die kombinierte Nutzung kommerzieller und militärischer Satelliten sichert der Bundeswehr auch zukünftig einen zuverlässigen, flexiblen und weltweiten Zugang zu Sprach-, Video- und IP-basierten-Diensten. Von Bodenstationen in Deutschland, aus den Einsätzen und auf Schiffen der Bundeswehr haben die deutschen Streitkräfte Zugriff auf den Satellitenverbund. Die Mischung aus militärischen und kommerziellen Satelliten deckt den Bedarf mit hoher Flexibilität, Ausfallsicherheit und Kosteneffizienz, ohne von einem Einzelsystem abhängig zu sein. Airbus Defence and Space betreibt in dem Systemverbund neben den beiden Intelsat-Satelliten 17 und 907 auch die beiden Militärischen Satelliten COMSATBw 1 und 2.

Hintergrund:

Die Ausbaustufe null sowie eins wurde durch rein zivile bzw. angemietete Satelliten abgebildet. Erst durch die Ausbaustufe zwei konnte die Bundeswehr auf rein militärische Allsegmente zurückgreifen. Die technische Führung der Satelliten wird durch das Raumfahrtkontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen sichergestellt.

 

 

 

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