Von der Arbeitsgemeinschaft zum neuen Flaggschiff der Marine

Erprobungsfahrt der Fregatte F222 BADEN-WÜRTTEMBERG, Typschiff der Fregatten-Klasse F125, gefolgt von der Fregatte F215 BRANDENBURG im Skagerrak, am 01.07.2016. (Quelle: Bundeswehr/Carsten Vennemann)

Zusammentreffen während der Erprobungsfahrt der Fregatte F222 BADEN-WÜRTTEMBERG (mi) mit der Fregatte F215 BRANDENBURG (li) und der F216 Schleswig-Holstein im Skagerrak am 01.07.2016. (Quelle: Bundeswehr/Carsten Vennemann)

 

Vom 25.06. bis 06.07.2016 fand die derzeit letzte technische Erprobungsfahrt der Fregatte 125 BADEN-WÜRTTEMBERG statt. Nachdem im Rahmen der ersten Werftprobefahrt im April 2016 bereits wesentliche Funktionsnachweise der schiffstechnischen Systeme und Anlagen sowie Integrationsaktivitäten erfolgreich durchgeführt wurden, konnten diese nun abgeschlossen werden. Nach Erreichung dieses wichtigen Meilensteins wird die BADEN-WÜRTTEMBERG noch in diesem Monat nach Wilhelmshaven verlegen, um dort die Erprobungen und Prüfungen des Einsatzsystems fortzusetzen. Im Einzelnen wurden mit der BADEN-WÜRTTEMBERG in den Zeiträumen vom 06.04. bis 15.04.2016, 09.06. bis 14.06.2016 und zuletzt vom 25.06. bis 06.07.2016 Seeerprobungen in der Nordsee (Seegebiete um Helgoland und im Skagerrak) durchgeführt. Während dieser Seefahrten wurden Häfen in Hirtshals, Skagen, und Esbjerg, DK, zwecks Personalwechsel und Versorgung angelaufen. Neben den Prüfern des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), dem Erprobungsteam der ARGE F125 und Mitarbeitern weiterer beteiligter Unternehmen, waren auch Mitglieder der zukünftigen Besatzung der Marine an Bord, die bereits schrittweise in die neuen Systeme eingewiesen worden sind. Die Übergabe der BADEN-WÜRTTEMBERG an das BAAINBw ist für Mitte 2017 geplant. Besonders die Manövrierbarkeit und die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes (gefordert waren 26 Knoten) beeindruckten. Während der Fahrt traf man „zufällig“ auch auf ein russisches Schiff, das das Treiben mutmaßlich mit großem Interesse verfolgte. Die Fregatten der F123-Klasse BRANDENBURG und Schleswig-Holstein stießen ebenfalls während des Turns zu dem Kampfschiff und bildeten kurzfristig eine kleine Formation in den geschichtsträchtigen Gewässern des Skagerrak.  

Hintergrund:
Die Arbeitsgemeinschaft ARGE F125, die im Jahr 2007 den Vertrag über den Bau von insgesamt vier Schiffen der F125-Klasse für die Deutsche Marine erhalten hat, setzt sich aus thyssenkrupp Marine Systems als dem federführenden Unternehmen und der Bremer Fr. Lürssen Werft zusammen.

 

 

 

 

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