Neben LYNX zeigte Rheinmetall weitere Weltpremieren

Das Bergekrankfahrzeug (G-BKF) im Einsatz. (Foto: Rheinmetall)

Die neue Waffenanlage 130mm L/51 sorgte auf der EUROSATORY für Aufsehen. (Foto: cpm)

 

Neben dem für den Export bestimmten Schützenpanzer LYNX (bitte lesen Sie dazu unseren Artikel „Rheinmetall stellt neuen Schützenpanzer vor“) stellte Rheinmetall Defence noch eine Reihe weiterer Innovationen auf der EUROSATORY 2016 vor. Für Aufsehen sorgte die neue 130mm Glattrohrkanone. Sie ist als Reaktion auf den neuen Armata-Panzer des russischen Herstellers Uralwagonsawod zu sehen. Bereits im vergangenen Mai führte man simulationsgestützte Demonstrationen durch –Feuerversuche werden folgen. Die neue Waffenanlage 130mm L/51 sei ein neuer Demonstrator für eine mögliche Hauptbewaffnung eines Kampfpanzers der kommenden Generation, heißt es in der Pressemitteilung von Rheinmetall. Die Länge des Laufes beträgt knapp 6,5 Meter und wiegt 1,4 Tonnen (inklusive Rücklaufsystem etwa drei Tonnen). Die Waffenanlage könnte in Panzertypen der NATO (Deutschland, USA, Türkei) sowie der Länder Südkorea und Japan integriert werden. Ab 2025 soll die Serienproduktion der Kanone anlaufen. Außerdem wurde die Oerlikon Revolver Gun Mk3 exklusiv auf der EUROSATORY vorgestellt. In die 35mm Plattform ist eine Tracking-Sensor-Einheit mit X-Band-Trackingradar und elektrooptischen Sensoren sowie Komponenten der elektronischen Kampfführung integriert. Eine entsprechend schnelle und autonome Zielzuweisung ist somit gewährleistet. Die Maschinenkanone besitzt ein Kaliber 35mm x 228mm. Das Geschütz lässt sich entweder über eine übergeordnete Führungszentrale oder über eine Bedienstation steuern, an die sich bis zu acht Geschütze anschließen lassen. Weitere Highlights des Hauses waren ein vom Liebherr-Werk Ehingen GmbH und Rheinmetall produziertes, geschütztes Bergekranfahrzeug (G-BKF). Es soll künftig die geschützte Bergung der neuen Generation Geschützter Führungs- und Funktionsfahrzeuge (GFF), geschützte Transportfahrzeuge (GTF), Multi FSA sowie bereits in Nutzung befindliche Radfahrzeuge sicherstellen. Auch die taktische Marschbegleitung über größere Entfernung wird mit diesem Fahrzeug das erste Mal in diesem Umfang ermöglicht. Des Weiteren feierte Rheinmetalls Remote Controlled Lightweight Missile Mount (RCLM) Weltpremiere. Hierbei handelt es sich um eine extrem leichte Flugkörperstartsystem-Lösung. Es soll Flugabwehr- oder Boden-Boden-Raketen mit kurzer Reichweite verschießen können. Es soll künftig als einfaches Upgrade für Fahrzeuge fungieren. Die RCLM könnte wahlweise auf das Fahrzeugdach oder die Ladefläche auch kleinerer Fahrzeuge montiert werden. Der Rahmen erlaubt dabei eine Belastung mit mehr als 100 kg-Funktionsausstattung wie Antrieb, Elektronik etc.

 

 

 

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